13. Februar 2006

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DK3
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13. Februar 2006

Beitrag von DK3 » 15. Januar 2013, 21:12

13. Februar 2006 - Große Jonglierkunst auch von den Kleinen

Bis unter die Decke der Zweifachsporthalle flogen am Wochenende die Keulen, Bälle und Ringe. 300 junge und alte Kleinkünstler hatten sich dort zur Jonglier-Convention angesagt. Aus ganz Deutschland und sogar aus den Niederlanden waren Hobbyartisten und Profis, Kinderzirkusse und Studenten gekommen. Das ist eine kleine Welt für sich, schwärmte Sara Wulf vom Hochschulsport der Universität Münster.

Die Uni-Sportler hatten die Organisation übernommen, der Zirkus Fassungslos und die Anne-Frank-Gesamtschule fungierten als Veranstalter. Zum fünften Mal trafen sich Jongleure in Havixbeck. Die hiesige Convention zählt zu den fünf großen in Deutschland. Festivalstimmung herrschte in der Halle. Jeder kann zu jedem hingehen, sich einen Trick abgucken oder erklären lassen, schätzte Teilnehmerin Ulrike Jozwiak die lockere Atmosphäre.

Zu denen, die ihr Können weitergaben, zählte Lutz Ohlwein aus Münster. Er demonstrierte, was ein Jongleur mit vier Bällen anstellen kann. Da wurde mal ein Ball höher geworfen als die anderen drei, dann flogen die Kugeln überkreuz. Seine Schülerinnen machten es ihm rasch nach. Die sind alle jung. Wenn man denen etwas einmal sagt, dann haben die das drin, kommentierte er.
Wer früh anfängt, kann also weit kommen. Almut Sarrazin jonglierte mit zwölf ihre ersten Keulen und ist heute Diplom-Artistin. Vier Jahre studierte sie ihr Fach an einer Zirkusschule in Brüssel. Seit fast zwei Jahren tritt die 25-Jährige in Varietés ebenso auf wie auf Straßenfestivals, mal mit einer Solonummer, mal mit einem Partner. Geduld, Ehrgeiz, einen gewissen Spieltrieb und das Talent, sich zu vermarkten, all das brauche ein Berufsjongleur. Es muss einen packen, aber das findet man schnell heraus, sagt die Münsteranerin.

Sieben Keulen oder Bälle zu bewältigen, schafft ein guter Jongleur locker. Doch auch Hüte und Regenschirme eignen sich, auch wenn sich in Havixbeck niemand an derartige oder sogar noch exotischere Sportgeräte wagte. Ein Chinese jongliert angeblich mit sieben Schwertern, erzählte Sara Wulf. In der Zweifachsporthalle waren dagegen vor allem die Keulen beliebt. Die sind aus Holz und Kunststoff und mit Gummis versehen. Das schonte den Hallenboden, wenn der Jongleur dann doch mal einen Kegel fallen ließ scharfe Schwerter hätten da wohl nur Schaden angerichtet.

Montag, 13. Februar 2006 | Quelle: Westfälische Nachrichten (Havixbeck)
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